NUNSLAUGHTER (4.7.26)

Der Start war etwas holprig, weil beide Vorbands ausgefallen sind. Trotzdem gehen die Amis einfach kurz nach halb neun auf die Bretter und drücken direkt auf Anschlag. Kein Warmwerden, kein Gelaber – straight in die Fresse. Die Grube überraschend gut voll, dafür dass hier kein Trend-Death-Metal für Instagram-Kids läuft, sondern echter, ranziger Underground-Scheiß. Eng, stickig, schweißnass – genau richtig. Vor der Bühne wird geschoben, gebangt und einfach stumpf abgefeiert. Und Nunslaughter? Alte Haudegen seit ’87 und immer noch mehr Dampf als 90% der Nachwuchskapellen. Vor allem der Bassist komplett im Berserker-Modus – am Rumrennen, Posen, Dauer-Action, als gäb’s kein Morgen. Genau so will man das sehen. Einziger „WTF“-Moment: das permanente Blutgespucke. Klar, gehört irgendwie dazu, aber irgendwann ist auch gut. Vor allem wenn man sein eigenes Zeug nicht in der Schlacht opfern will. Meine Tasche hat’s jedenfalls voll abbekommen. Riecht jetzt wahrscheinlich wie ein Schlachthof nach Feierabend. Scheißegal. Das hier war ein dreckiger, lauter, kompromissloser Abriss, wie er im Buche steht. Keine Trends, kein Bullshit, nur Death Metal und kaputte Gestalten, die genau darauf Bock haben.

So muss das. Ende.

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