Escuela Grind kommen wieder in die Goldgrube, dass lasse ich mir nicht entgehen. Mitgebracht haben sie dieses Mal Pizza Death. Die Band aus Melbourne bringt ihr drittes Studioalbum „World Doughmination“ aus weiter Ferne mit. Die Australier sind Pat Simkin an den Vocals, Kane Quackenbush am Bass, Tim Day hinter den Drums und Braiden Mann mit seiner Gitarre. In ihren Texten geht es um Pizza, Tod und Tod durch Pizza, wobei ich mir jetzt einzelne Lyrics nicht explizit übersetzt habe. Auch die Bühnendeko zeigte klar, dass es hier um ein beliebtes Fastfood italienischen Ursprungs geht. Die Salamipizzahose des Sängers vervollständigte das Bild. Musikalisch irgendwo zwischen Thrash, Hardcore und völligem Quatsch, aber mit so viel Energie gespielt, dass es völlig egal war, wo man es einordnet. Was ich an ihnen mochte: Die nehmen sich selbst nicht zu ernst, aber liefern trotzdem komplett ab.


Nach kurzer Umbaupause wurde es dann ernst. Meine kleine Powerfrau Katerina Economou ist zurück und ich wusste noch vom letzten Mal, dass sie wie ein Flummi über die Bühne preschen wird. Und nicht nur die Frontfrau sorgte für Bewegung auf der Bühne – da gab es von allen Bandmitgliedern Action on Stage. Der Sound war sofort dichter, aggressiver, präziser. Ihr Grindcore ist noch dicht im Death Metal verwoben, deshalb mag ich sie so sehr. Besonders die neuen Songs haben mir ausgesprochen gut gefallen. Zeit für einen neuen Output? Das letzte Album „Dreams on Algorithms“ liegt schon zwei Jahre zurück. Keine Zeit zum Nachdenken, jeder Song wirkte wie ein Schlag in die Fresse. Die Vocals mal wieder überragend und das Tempo gnadenlos schnell. Vor der Bühne war schon alles in Bewegung, es wurde gepogt und gemosht wie wild. Leider war es gefühlt viel zu schnell vorbei. Zum Glück gab es noch zwei Zugaben und ich musste mich innerlich schon wieder verabschieden. Bis zum nächsten Mal in der Goldgrube – stay safe.

