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NoRMAhl + SCHMÄRZEN @ Goldgrube Kassel

MĂ€rz 20 @ 20:00

Moshpit Crew Cassel presents:

đŸ”„ NoRMAhl đŸ”„

– Punkrock seit 1978 –

Normahl (Eigenschreibweise: NoRMAhl) ist eine deutsche Punkband, die 1978 in Winnenden gegrĂŒndet wurde.

Die Band Normahl wurde 1978 von fĂŒnf Gymnasiasten aus Winnenden gegrĂŒndet. Kurz darauf hatte die Band ihren ersten Live-Auftritt in einem Stuttgarter Gymnasium.

1981 erschien bei MĂŒlleimer Records die erste EP „Stuttgart ĂŒber alles”, deren Cover sich an dem der Dead-Kennedys-Single „California ĂŒber alles” orientierte. Die Band trat mit provokativen, politischen Texten auf. Noch im selben Jahr erschien das Album „Verarschung total”.

Im Laufe der 1980er Jahre nĂ€herte sich die Band immer mehr dem Fun-Punk an. Es entstanden Veröffentlichungen wie „Kein Bier vor vier”, „Harte NĂ€chte”, „Biervampir” und „Blumen im MĂŒll” – unter anderem mit den Songs „Drecksau” und der Ballade „Geh wie ein Tiger”, die auch heute noch Kultstatus genießen. Im Jahr 1992 initiierte die Gruppe zusammen mit ihrem Musikverleger und Manager Hans Derer, der Zeitschrift Prinz und dem Sender SDR, dem heutigen SWR, mit „Kein Hass im Wilden SĂŒden” eine der grĂ¶ĂŸten bundesweiten Aktionen gegen AuslĂ€nderfeindlichkeit und Gewalt. Der Titel „Niemals vergessen”, der nach den Ausschreitungen von Rechtsradikalen in Hoyerswerda im Jahr 1991 entstand, wurde von den Bandmitgliedern geschrieben und in zwei Versionen eingespielt: einer deutschen und einer multilingualen namens „Let’s Come Together”. Darauf sind als GastsĂ€nger und Musiker mehr als 150 KĂŒnstler zu hören, darunter Hartmut Engler von Pur, Matt Sinner, Jasmin Tabatabai, Markus, Chorlight und viele andere. Es wurden zwei Sampler produziert und bei einem PrĂ€sentationskonzert mit Kundgebung auf dem Stuttgarter Marktplatz trat die Band zusammen mit den Fantastischen Vier vor rund 40.000 SchĂŒlern auf. Besa wurde vom Magazin Stern mit dem „Stern der Woche” ausgezeichnet und trat unter anderem in Shows wie der „NDR Talk Show” auf.

Das 1993 erschienene Album Auszeit enthielt mit Sex am Telefon, das spĂ€ter tatsĂ€chlich von einem Anbieter fĂŒr Telefonnummernwerbung verwendet wurde, und einer Coverversion des Liedes Diplomatenjagd von Reinhard Mey zwei Songs, die von den Medien stark beachtet wurden. Mit letzterem wurde die Band in eine ZDF-Show mit Mey und Sissi Perlinger eingeladen. Trotz aufwendiger Produktion, guter Kritiken, massiver PR-Anstrengungen und einer groß angelegten Tour gelang der Band der geplante Charterfolg nicht. So löste sich die Gruppe 1995 nach einer Tour und den beiden Live-CDs „Ernst ist das Leben” und „Heiter ist die Kunst” auf. 1996 folgte die endgĂŒltige Trennung im Streit. Daraufhin startete der SĂ€nger der Band, Lars Besa, sein Soloprojekt L.A.R.S.

Die Band war auch auf mehreren Samplern der Serie „Schlachtrufe BRD” vertreten, darunter auf dem ersten Album dieser Reihe.

2002 meldete sich die Band mit dem Album INRI 21 zurĂŒck und ist seitdem wieder auf Tour. AnlĂ€sslich des 25-jĂ€hrigen JubilĂ€ums erschien 2003 die Best-Of-CD Das ist Punk, auf der sĂ€mtliche Lieder neu aufgenommen wurden. 2005 folgte das Album Voll Assi. 2008 begannen die Bandmitglieder, an einem Drehbuch fĂŒr eine filmische Dokumentation zu arbeiten, und starteten Anfang 2009 mit den Dreharbeiten. Diese wurden jedoch durch den Amoklauf von Winnenden unterbrochen. Mit dem Titel „Niemals vergessen” unterstĂŒtzten sie im September 2009 den Benefiz-Sampler „…die Liebe bleibt”, mit dessen Erlösen die „Stiftung Gegen Gewalt an Schulen” gegrĂŒndet wurde – neben den Fantastischen Vier, Chris Thompson, Ken Hensley oder Patricia Kelly.

Nach ĂŒber 30 Jahren Punk setzte sich Normahl im November 2010 mit dem Film und Soundtrack Jong’r ein eigenes kĂŒnstlerisches VermĂ€chtnis. Der Film behandelt nicht nur die Geschichte der Band, sondern spiegelt auch deutsche Zeitgeschichte und die Entwicklung der Punkmusik in Deutschland wider. 2011 steuerte die Band ein Lied fĂŒr die Benefiz-CD „Bunt statt Braun” der Winnender „Stiftung gegen Gewalt an Schulen” bei.

Obwohl es der Gruppe nie gelang, in die offiziellen Verkaufscharts zu gelangen, wird ihr besonders in den 80er und 90er Jahren ein großer Einfluss auf die Punk- und Deutschrockszene zugeschrieben.

So wĂŒrdigte das Stuttgarter Label Zounds, das sonst fĂŒr seine audiophilen Klangproduktionen bekannt ist, das inzwischen 33-jĂ€hrige musikalische Wirken der Punklegende mit einer musikalischen Retrospektive im Rahmen seiner Best-Serie. Diese kam im November 2011 unter dem Titel „Punk ist keine Religion” auf den Markt.

Am 31. Januar 2013 erwirkte die Staatsanwaltschaft Dresden beim Landgericht Stuttgart Durchsuchungen der HĂ€user der Bandmitglieder und ließ TontrĂ€ger mit dem als gewaltverherrlichend eingestuften Song „Bullenschweine” vom Album „Ein Volk steht hinter uns” (1982) beschlagnahmen. Als Reaktion darauf starteten einige Fans der Band ĂŒber soziale Medien eine Kaufaktion mit dem Ziel, den bekanntesten indizierten Titel „Bullenschweine” in die Charts zu bringen. Zwar wurde er sowohl in den Bestsellerlisten bei Amazon als auch im iTunes Store gefĂŒhrt, in die offiziellen Verkaufscharts gelangte er jedoch nicht. Das Album „Ein Volk steht hinter uns” wurde in die Liste der jugendgefĂ€hrdenden Medien aufgenommen, allerdings am 11. Dezember 2015 wieder von der Liste gestrichen. Im Februar 2016 wurden die Indizierungen der Alben „Verarschung Total” und „Lebendig I – Live in Switzerland” aufgehoben. 2015 wurde auf dem neuen Label D7 des frĂŒheren NoRMAhl-Managers Hans Derer das Album „Friede den HĂŒtten, Krieg den PalĂ€sten” veröffentlicht. Der darauf befindliche Titel „Söldner” wurde von den Juroren der „Liederbestenliste” in deren Top 20 gewĂ€hlt. 2018 feierte die Band ihr 40-jĂ€hriges Bestehen, was auch in diversen Specials des TV-Senders SWR seinen Niederschlag fand. Bis 2021 wurde die Band fĂŒr vier ihrer Alben mit IMPALA-Awards in Silber ausgezeichnet: „Blumen im MĂŒll“, „Auszeit“, „Lebendig II“ und „Lebendig III“. 2022 schaffte es die Gruppe mit der Single „Waldfest”, einer musikalischen Hommage an die Gruppe Zupfgeigenhansel, in die „Top Ten” der Amazon-Charts. Am 25. April kam mit „SchwĂ€bisch GmĂŒnd” eine Single auf den Markt, in der die Band darauf hinwies, dass sie in SchwĂ€bisch GmĂŒnd noch nie gebucht worden war.

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+++ Special Guest +++

đŸ”„ SCHMÄRZEN đŸ”„

Punk aus Göttingen

https://schmaerzen.bandcamp.com

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