LUCIFER’S CHILD + SERVANT (28.01.26)

Servant eröffneten den Abend – eine Band aus Hann. Münden, meiner Stadt, aktiv seit 2021. Mit ihrem aktuellen Album „Death Devil Magick“ (2024) haben sie bereits auf Platte eine klare Duftmarke gesetzt, doch was sie live ablieferten, ging deutlich tiefer. Man merkte sofort, dass hier Musiker stehen, die eingespielt sind – kein Wunder, schließlich sind alle Mitglieder auch bei Under the Night Sky aktiv. Live klangen Servant roher, gefährlicher, unmittelbarer. Die Riffs schnitten härter, die Atmosphäre war dichter, fast schon erdrückend. Die Songs wirkten wie Beschwörungen, kalt und kompromisslos, aber gleichzeitig voller Druck. Auf der Bühne sind Servant stärker als auf Platte – keine Frage. Der Club war von Anfang an in schwarzer Schwingung.

Dann Lucifer’s Child. Griechenland. Keine Gnade. Ab dem ersten Ton war klar: Das hier wird kein normales Set, das wird Zerstörung. Die Band hat den Laden komplett platt gemacht. Eine gnadenlose Wand aus Sound, aggressive Präsenz, absolute Kontrolle über Raum und Publikum. Sie hatten ihr aktuelles Album „The Illuminant“ im Gebäck, aber so Kracher wie „Viva Morte“ oder „Fall of the Rebel Angels“ fehlten natürlich nicht. Was dann passierte, sieht man bei Black Metal nicht alle Tage: Pogen. Heftig, ehrlich, völlig entfesselt. Die Fans gingen voll mit, der Pit kochte, Körper flogen, aber alles getragen von genau dieser düsteren Euphorie, die entsteht, wenn Band und Publikum vollkommen verschmelzen. Lucifer’s Child haben nicht nur gespielt – sie haben den Club dominiert. Der gut gefüllte Club verlangte kompromisslos eine Zugabe, die gerne gespielt wurde. Puh, das tat mal wieder gut und ich konnte noch ein Plektrum abgreifen.

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